ENERGIEAUSWEIS für Betriebe

 

Was ist ein Energieausweis?

Vergleichen Sie einen Energieausweis mit dem Typenschein eines Autos.

Der Energieausweis zeigt – vereinfacht gesagt – den Energiebedarf eines Gebäudes.

Betrieblich genutzte Gebäude werden als Nicht-Wohngebäude bezeichnet und in 12 Gebäudekategorien eingeteilt:

  1. Bürogebäude                                                               7. Hotels

  2. Kindergarten und Pflichtschulen                              8. Gaststätten

  3. Höhere Schulen und Hochschulen                         9. Veranstaltungsstätten

  4. Krankenhäuser                                                          10. Sportstätten

  5. Pflegeheime                                                               11. Verkaufsstätten

  6. Pensionen                                                                  12. Hallenbäder.

Wer benötigt einen Energieausweis?

Der Energieausweis ist

  • vorzulegen bei baubehördlichen Genehmigungsverfahren
  • ein Kriterium für das Ansuchen um Förderung für thermische Sanierung
  • bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung gemäß Energieausweisvorlagegesetz (EAVG) vorzulegen

Welche Informationen finde ich in einem Energieausweis für Betriebe (Nicht-Wohngebäude)?

Die OIB-Richtlinie 6 (2015) ist in den Bauordnungen der Bundesländer verankert und bildet die Grundlage für die einheitliche Berechnung von Energieausweisen. In der OIB-Richtlinie 6 (2015) ist folgendes festgelegt:

Ein Energieausweis ist eine Heizwärmebedarfsberechnung und gibt Auskunft über

  • die benötigte Energie zur Beheizung des Gebäudes (Heizwärmebedarf),
  • die benötigte Energie zur Kühlung des Gebäudes (Kühlbedarf),
  • Energiebedarf (Verluste) der haustechnischen Anlagen, getrennt für Heizung, Kühlung, mechanischer Belüftung sowie Beleuchtung des Gebäudes,
  • Endenergiebedarf des Gebäudes
  • Empfehlung für Maßnahmen (ausgenommen Neubau) zur Verbesserung der thermischen Gebäudehülle und/oder Verminderung der Verluste der haustechnischen Anlagen.

Energieausweise ersetzen nicht die Berechnung der Taupunktunterschreitung innerhalb eines Bauteils nach ÖNORM B 8110-2.
Energieausweise ersetzen nicht den Nachweis der Sommertauglichkeit des Gebäudes nach ÖNORM B 8110-3.
Der Energieausweis ist auch kein Ersatz für die Gebäude-Normheizlastberechnung gemäß ÖNORM H 7500 bzw. EN ISO 12831.

 

 

Energieeffizienzklassen der Gebäude

Die Einteilung in Energieeffizienzklassen erfolgt für Nicht-Wohngebäude nach Höchstgrenzen für den Heizwärmebedarf (HWB) am Referenzstandort.

Der Heizwärmebedarf wird in Kilowattstunden pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche und Jahr (kWh/m²a) angegeben: