Abkürzung/Begriff
 
 
Erklärung
 
Absolute Luftfeuchtigkeit
 
Die absolute Luftfeuchtigkeit wird in Gramm (g) Wasser pro Kilogramm (kg) trockener Luft angegeben. Es ist die Angabe der Menge an Wasser, die in dampfförmigem Zustand vollständig in der Luft gelöst ist. Je wärmer Luft ist, desto mehr Wasser kann von der Luft aufgenommen werden.
 
BelEB
 
jährlicher Beleuchtungsenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
Bruttogrundfläche
 
Beheizte Wohnfläche inklusive Umschließungswände (Außenwände) und Trennwände. Meist ist die Bruttogrundfläche um 20-30% größer als die Wohnnutzfläche
 
CO2
 
jährliche CO2-Emissionen unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
EAVG
 
Energieausweis-Vorlage-Gesetz 2006: Link
 
Energieausweis-Vorlage-Gesetz 2012: Link
 
EEB
 
jährlicher Endenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Brutto- Grundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
Energie
 
Einheit [J] Joule oder [Ws] Wattsekunde
Wärmemenge, Arbeit
Energie kann in mechanischer, elektrischer oder chemisch gebundener Form vorliegen. Wir wandeln in unseren Heizungen meist chemische Energie in Wärme um (durch Verbrennen von Heizmaterial).
In der Praxis treffen wir meist größere Energiemengen an (Stromjahresabrechnung, Gasrechnung), diese werden meist in Kilowattstunden [kWh] oder Kilojoule [kJ] angegeben. Früher wurde auch die Einheit Kilokalorie [kcal] verwendet.
 
fGee 
 
Der Gesamtenergieeffizienz-Faktor ist der Quotient aus dem Endenergiebedarf und einem Referenz-Endenergiebedarf (Neubau Anforderung 2007).
 
HEB
 
jährlicher Heizenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
Heizlast
 
Einheit [kW] Kilowatt
Die Heizlast ist die Wärmeleistung, die einem Gebäude bei der östlichen Normaußentemperatur zugeführt werden muss, damit eine Raumlufttemperatur von 20°C gehalten wird. Mit dieser Wärmeleistung werden Wärmeverluste ausgeglichen.
Die Heizlast oder Normheizlast wird nach ÖNORM H 7500 und EN ISO 12831 berechnet und ist maßgeblich für die Auslegung der Heizleistung des Heizkessels.
Die Heizlast ist auch maßgeblich für die Auslegung der nötigen Heizflächen (Fußboden-, Wand- oder Konvektionsheizflächen).
 
Heizleistung
 
sie Leistung
 
HGT 12/20
 
Tage, an denen der Temperaturunterschied zwischen Innenraumtemperatur und Außenlufttemperatur 8 K überschreitet
 
HTEB
 
jährlicher Heiztechnikenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofilspro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
HTEB-RH
 
jährlicher Heiztechnikenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofilsfür Raumheizung pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
HTEB-WW
 
jährlicher Heiztechnikenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofilsfür Warmwasser pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
HWB
 
jährlicher Heizwärmebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
HWB*
 
jährlicher Heizwärmebedarf unter Anwendung des Nutzungsprofils "Wohngebäude" pro m3 konditioniertem Brutto-Volumen (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
HWBref, max
 
maximal erlaubter, jährlicher Heizwärmebedarf pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen) am Referenzstandort für diese Effizienzkategorie
 
K
 
Kelvin: eine Temperaturmaßskala ähnlich der Celsius-Skala. Der absolute Nullpunkt beträgt genau 0K oder auf der Celsius-Skala -273,16° C, das heißt 0° C findet man auf der Kelvin-Skala bei + 273,16 K. Der Skaleneinteilung ist bei Kelvin und Celsius gleich. Anders gesagt die Differenz von +20° C auf +21° C liest man auf der Kelvin-Skala von 293,16 K auf 294,16 K ab. Temperaturdifferenzen werden in der Physik und im technischen Bereich immer in Kelvin angegeben.
 
KB
 
jährlicher Kühlbedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
KB*
 
jährlicher außeninduzierter Kühlbedarf pro m3 konditioniertem Brutto-Volumen (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
Kd
 
Kelvintage: eine Maßeinheit für Lüftungs- und Heizungstechniker. Während der Heizperiode werden die Temperaturdifferenzen der einzelnen Tage zwischen Innenraum und Außenluft addiert. Die Summe der Temperaturdifferenzen an den einzelnen Tagen trägt somit die Einheit Kd. Beispiel: Ein Energieausweis muss nicht ausgestellt werden, wenn ein Verkaufsraum mit über 50m² beheizter Nettofläche für Weihnachtsartikel nur im Dezember beheizt wird. Da der Temperaturunterschied zwischen Innenraum (+20° C) und der mittleren Außenlufttemperatur (+1°C) an 31 Kalendertagen 19K ausmacht. 31 Tage mal 19 K = 589 Kd. Gemäß OIB-RL6 (2007) wäre ein Energieausweis erst dann auszustellen, wenn die Nutzung an mehr als 680 Kd vorgesehen ist.
 
KEB
 
jährlicher Kühlenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
KTEB
 
jährlicher Kühltechnikenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
k-Wert
 
siehe U-Wert
 
Leistung
 
Einheit [W] Watt
Leistung leitet sich physikalisch aus der verrichteten Arbeit pro Zeiteinheit ab.
Leistung = Energie pro Zeit
 
NE
 
jährlicher Nutzenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m2 konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
NERLT-d
 
jährlicher Nutzenergiebedarf Raumlufttechnik Befeuchten unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
NERLT-h
 
jährlicher Nutzenergiebedarf Raumlufttechnik Heizen unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m2 konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
NERLT-k
 
jährlicher Nutzenergiebedarf Raumlufttechnik Kühlen unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
Normaußentemperatur
 
Tne : Gemäß ÖNORM B 8135 ist die Normaußentemperaturder niedrigste Zweitagesmittelwert der Außentemperatur, der innerhalb von 20 Jahren 10-mal erreicht wurde. Die Normaußentemperatur für Traiskirchen liegt zB bei -13° C.
 
Normheizlast
 
siehe Heizlast
 
OIB
 
Österreichisches Institut für Bautechnik. Koordiniert die österreichischen Bundesländer auf dem Gebiet des Bauwesens.
http://www.oib.or.at/
 
OIB-Richtlinie 6 (2007)
 
Die OIB-Richtlinien dienen als Basis für die Harmonisierung der bautechnischen Vorschriften. Sie können (müssen aber nicht) von den Bundesländern zur Harmonisierung ihrer Bauvorschriften mit den Bauvorschriften der anderen Bundesländern herangezogen werden. Die Erklärung einer rechtlichen Verbindlichkeit der OIB-Richtlinien ist den einzelnen Bundesländern vorbehalten. Insgesamt gibt es derzeit 6 verschiedene OIB Richtlinen.
 
OIB-Richtlinie 6 (2011)
 
Am 6. Oktober 2011 hat die Generalversammlung des OIB die OIB-Richtlinien 2011 beschlossen. Die OIB-Richtlinien dienen als Basis für die Harmonisierung der bautechnischen Vorschriften.  Die Erklärung einer rechtlichen Verbindlichkeit der OIB-Richtlinien ist den einzelnen Bundesländern vorbehalten.
 
OIB-Richtlinie 6 (2015)
 
Am 23. März 2015 hat die Generalversammlung des OIB die OIB-Richtlinien 2015 beschlossen. Die Erklärung einer rechtlichen Verbindlichkeit der OIB-Richtlinien ist den einzelnen Bundesländern vorbehalten.
In Niederösterreich zB gilt die OIB-Richtlinie 6 (2015) seit 15. April 2016.

PEB
 
jährlicher Primärenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
Relative Luftfeuchtigkeit
 
Die relative Luftfeuchtigkeit wird in % angegeben und ist abhängig von der Lufttemperatur, dem Luftdruck und dem in der Luft in Form von Wasserdampf befindlichen absoluten Wassergehalt.
 
RLTEB
 
jährlicher Raumlufttechnikenergiebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)
 
Sommertauglichkeit
 
Eine offizielle Definition über die Sommertauglichkeit eines Raumes ist in der ÖNORM B8110-3 festgelegt. Darin steht: Ein Gebäude ist dann sommertauglich, wenn die gefühlten Raumtemperaturen am Tage 27°C und in der Nacht 25°C nicht überschreiten.
 
Taupunkt
 
Als Taupunkt oder Taupunkttemperatur bezeichnet man die Temperatur, bei der sich auf einem Gegenstand (bei vorhandener Feuchte) ein Gleichgewichtszustand an kondensierendem und verdunstendem Wasser einstellt, mit anderen Worten die Kondensatbildung gerade einsetzt.
 
Thermografie
 

Die Thermografie (Temperaturmessung mit einer Wärmebildkamera) ist ein passives, berührungsloses Messverfahren. Eine Wärmebildkamera misst die in ihrem Sichtfeld empfangene langwellige Infrarotstrahlung. Dabei zeigt das Wärmebild die Temperaturverteilung der Oberfläche eines Objekts an. Mit einer Wärmebildkamera können Sie nicht in Objekte hinein- oder gar durch sie hindurchschauen.  

U-Wert
 

Früher k-Wert. Wärmedurchgangskoeffizient.
Einheit [W/m²K] Watt pro Quadratmeter und Kelvin
Ist ein Maß für den Wärmedämmwert eines Bauteils und besagt, wie viel Wärmeleistung pro m² Bauteilfläche bei 1° C [1 Kelvin] Temperaturunterschied durch den Bauteil fließt.

Je kleiner der U-Wert, desto besser der Wärmedämmwert des Bauteils.
  

WWWB
 
jährlicher Warmwasserwärmebedarf unter Anwendung des gebäudespezifischen Nutzungsprofils pro m² konditionierter Bruttogrundfläche (spezifisch) und je Zone (zonenbezogen)